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Seit vier Jahren gibt es sie, und von Anfang an hat sie sich ganz der Musik der vierziger
und fünfziger Jahre verschrieben: Die Daimler-Chrysler-Bigband, deren Mitglieder allesamt bei
dem großen Autobauer in Stuttgart arbeiten, setzte einen beeindruckenden Akzent zum Ende der
Wetzlarer Festspiele.
Wetzlar. Klaus Graf, musikalischer Leiter und amüsanter Moderator des Abends, hatte seine Band
ausgezeichnet im Griff. Da stimmte alles, Sound, Spielfreude und musikalische Qualität. Auch die
Auswahl der Stücke war gelungen.
So manchem alten Fan trat ein Tränchen ins Auge, als der brillante Sänger Michael Wolf den
"Mister Bojangles" von Sammy Davis intonierte. Immerhin hat eine ganze Generation mit diesen Klängen
ihren Traum von Freiheit verbunden. Das sommerliche Wetter tat ein übriges, um eine Atmosphäre zu
schaffen, die an die amerikanischen Südstaaten erinnert.
Für ihren außergewöhnlichen Klang bietet die Band von Bassposaune und Baritonsaxophon bis zu
den erstklassigen Trompetern einiges auf. Neben den gut bestückten Bläsersätzen verfügt die
Daimler-Chrysler-Bigband auch noch über einen außergewöhnlichen Pianisten, einen begnadeten
Gitarristen und einen brillanten Kontrabassisten. Komplettiert wird die Rhythmusgruppe von
Schlagzeug und Bongos.
Das ganze Ensemble spielte locker und entspannt und das Publikum wurde von Klassikern, wie
"Route 66", "I`ve got you under my skin" oder "I`m just a Gigolo" zum Swingen gebracht. Von
nordamerikanischen Bigbandklassikern bis zu lateinamerikanischen Kompositionen von Victor Lopez
spannte sich der Bogen, und schon mit den ersten Klängen war der Funke zum Publikum
übergesprungen.
Außergewöhnliches wie ein Bigband-Cha-Cha-Cha oder modernerer Salsa versetzten Publikum und
Musiker in Schwingung und als nach mehr als zwei Stunden Frank Sinatras "New York - New York"
erklang, hätten die Zuschauer offenbar gern noch mehr gehört, die Band ließ sich aber leider
nur zu einer Zugabe überreden.
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